Die Europäische Union und Russland haben am Freitag die erste Verhandlungsrunde über ein neues Partnerschaftsabkommen begonnen. Die Gespräche in Brüssel sollten sich unter anderem auf weitere Terminplanungen konzentrieren, die Verhandlungen insgesamt könnten mehr als ein Jahr dauern. Die EU will Moskau mit dem neuen Abkommen vor allem zu mehr Verlässlichkeit bei Energielieferungen nach Europa verpflichten.
Die Verhandlungen sollten ursprünglich schon im Herbst 2006 beginnen. Wegen eines Handelsstreits zwischen Russland und Polen legte die Regierung in Warschau jedoch ein Veto gegen die Gespräche ein, später wurden sie von Litauen blockiert. Erst Ende Mai wurde das Mandat für die Verhandlungen von allen EU-Staaten einstimmig angenommen. Das Abkommen soll das bisherige Partnerschafts- und Kooperationsabkommen aus dem Jahr 1997 ersetzen, das den politischen Dialog, Handelsfragen, Zusammenarbeit bei der Verbrechensbekämpfung, Umweltschutz sowie Kooperation in Kultur und Wissenschaft umfasst.
