Von wegen besinnlicher Advent: Mitten in den Weihnachtsvorbereitungen erfährt der Starfriseur Tomas Prinz, dass er angeblich einen Halbbruder hat. Bei der Familie macht sich der junge Mann, ein mittelloser Kunstmaler namens Jakob Zimmermann, schnell beliebt.
Doch noch bevor geklärt werden kann, ob er tatsächlich einem außerehelichen Verhältnis von Prinz" verstorbenem Vater entstammt oder lediglich vom Vermögen der betuchten Familie profitieren will, wird er ermordet. Und so leidenschaftlich der Friseur in seinem Münchner High-Society-Salon die Haare der Reichen und Schönen schneidet, färbt und föhnt, so gründlich geht er der Geschichte des rätselhaften Malers nach und stößt nicht nur auf den Mörder, sondern auch auf eine weitere Überraschung.
Der Journalist Christian Schünemann hat den Mordfall detailverliebt mit dem Privat- und Arbeitsleben des homosexuellen Starfriseurs verwoben, dessen Beziehung zu seinem russischen Freund Aljoscha Lesern schon aus dem ersten Tomas-Prinz-Krimi (»Der Frisör») bekannt ist. Wer München mag, wird an der gut konstruierten Geschichte doppelt Freude haben. (Anna Huber)
