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04. Juli 2008
9.000 Kilometer zu Fuß durch die Wüste


Frankfurt - Was bringt einen jungen Franzosen dazu, 9.000 Kilometer zu Fuß durch die sengende Wüstenhitze zu laufen? Neun Monate lang Wassermangel, Aufständischen, versandeten Wasserstellen und vergifteten Brunnen zu trotzen, als einzige Begleiter zwei mitunter störrische Kamele hinter sich? Für Philippe Frey war sein Marsch vom Roten Meer quer durch die Sahara bis zur Atlantikküste die Erfüllung eines großen Traums. Der Ethnologe zog allein auf den Spuren der Karawanen von König Salomo, fand die Ruinen vergessener Städte und vor allem: Er hat mit seiner Sahara-Durchquerung etwas erreicht, was noch niemand vor ihm geschafft hat.


Frey verließ sich auf die uralten Überlebenstechniken der Wüstenvölker, und seine Leistungen brachten ihm bei den Tuareg die Bezeichnung «Weißer Nomade» ein.


Seine ungewöhnliche Reisebeschreibung liest sich unglaublich spannend, und dabei ist Frey weit davon entfernt, die Erlebnisse im Nachhinein zu idealisieren. Folter im Bürgerkrieg muss man als Leser ebenso verdauen wie die Tatsache, dass Frey mehrere Kamele «verbraucht» hat das letzte bricht ihm kurz nach der Ankunft am Atlantik zusammen. Seine beeindruckenden Erlebnisse reißen trotzdem mit. (Anna Huber)







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