Das Bundeskartellamt will offenbar verhindern, dass die Fußball-Bundesliga künftig nur noch im Bezahlfernsehen zu sehen ist. «Wenn die Bundesliga-Berichterstattung fast ausschließlich ins Bezahlfernsehen verlagert würde, wäre dies sicher nicht angemessen», zitierte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» eine Sprecherin der Wettbewerbsbehörde.
Der zentralen Vermarktung der Fernsehrechte durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) sei zugestimmt worden. «Jetzt geht es um das Wie», sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AP. Die Zentralvermarktung sei ein Kartell der Bundesliga-Vereine. Wenn ein Kartell zugelassen werde, müsse der Verbraucher an den Vorteilen beteiligt werden.
Wegen der wettbewerbsrechtlichen Prüfung durch die Bonner Behörde liegt die Auktion für die Fernsehrechte der Fußball-Bundesliga seit Monaten auf Eis. Kartellrechtliche Bedenken hatte auch der Bezahlsender Premiere gegen die gemeinsamen Pläne der DFL und des Medienunternehmers Leo Kirch angemeldet. Die Partner wollen ab 2009 vorproduzierte Pay-TV-Inhalte verkaufen.
