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04. Januar 2008
Schnellere Diagnose von Augenschäden bei Diabetes
Jena - Ein neues Verfahren ermöglicht eine wesentlich schnellere Diagnose von Augenschäden bei Diabetikern. Die sogenannte dynamische retinale Gefäßanalyse kann solche Netzhautprobleme schon fünf bis zehn Jahre früher feststellen als bisher. Damit lassen sich nach Angaben der Universitätsklinik Jena viele Augenerkrankungen verhindern.
Wenn bei zuckerkranken Menschen der Blutzuckerspiegel über Jahre deutlich erhöht ist, kann dies die Kapillargefäße und Nerven am Auge schädigen. Einer Studie zufolge tritt dies bei etwa 15 Prozent der Diabetiker auf. Die Patienten bemerken die schleichend auftretenden Schäden an der Netzhaut meist erst dann, wenn das Sehen schon deutlich geschädigt ist.
Die Jenaer Mediziner haben nach eigenen Angaben nun einen Weg gefunden, gefährdete Patienten viel früher zu ermitteln: Die dynamische retinale Gefäßanalyse könne schon Vorstufen der Gefäßschädigungen aufzeigen, die wahrscheinlich die Entwicklung von Augenschäden ankündigten. In einer Studie prüften die Experten das neue Verfahren an 300 Patienten und gesunden Menschen. Dabei wird die Netzhaut des Auges für zehn Sekunden einem schnellen Flickerlicht ausgesetzt, gleichzeitig wird in kurzen Abständen ein bestimmtes Gefäßsegment gemessen und der Augenhintergrund fotografiert.
Aus den Reaktionen der Blutgefäße auf das Licht können Rückschlüsse auf Augenschäden gezogen werden. In der Studie sahen die Mediziner bei allen Diabetes-Patienten mit einer Retinopathie Veränderungen in der Gefäßreaktion. Aber auch bei Patienten ohne nachweisbare Augenprobleme gab es gestörte Gefäßreaktionen. Die Forscher betrachten diese Personen als Risikogruppe, die eine Retinopathie entwickeln könnte.

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