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04. Januar 2007 04:16 Uhr
Blog-Alert: Stoiber gegen den Rest der Welt


Berlin - (Satire) Der Ede hat gegenwärtig nur wenig zu lachen. Das Gespött all derjenigen, die dem Hochdeutschen mächtig sind, hatte er spätestens mit den Bundestagwahlen 2002 auf sich geladen. Damals feierte er sich á la "Wer sich zu früh freut"-Manier voreilig als Sieger. Es wird eben bestraft, wer sich auf die Liberalen verlässt. Nun wird's für ihn langsam auch daheim in Bayern ungemütlich. Nicht nur, dass er seit kurzem von der Pauli - und damit ausgerechnet von einer Frau -  malträtiert wird, jetzt bereiten ihm noch ein Jungspund und die eigene Bevölkerung Sorgen. Letztere würde ihn laut einer Stern-Umfrage zu 60 Prozent lieber abserviert wissen.

Da kommt ihm der 29-Jährige CSUler Horst-Florian Jaeck (so heißt der wirklich) gerade unrecht. Dieser wagt es todesmutig bei der Wahl um den CSU-Spitzenkandidaten für die bayerischen Landtagswahlen 2008 gegen Ede himself anzutreten. Das dürfte dem bayerischen Paten überhaupt nicht schmecken. Davon lässt sich der junge CSUler allerdings nicht abschrecken und ließ gegenüber dem Ostblatt "Leipziger Volkszeitung" provokant verlauten: "Die Amtszeit des Ministerpräsidenten sollte [...] auf zwei Legislaturperioden beschränkt werden, dann hätten wir das aktuelle Problem in der CSU [...] (meint der etwa Stoiber?) [...] gar nicht. Das funktioniert doch in den USA auch."

Da funktionieren allerdings noch ganze andere Sachen - wie zum Beispiel muslimische Glaubensbrüder ohne rechtsstaatlichen Prozess in Kommunismushochburgen einzukasernieren. Der hessische Ministerpräsident und Wahlspendenverwalter Roland Koch will außerdem eine neue "Achse des Bösen" zwischen den USA und China geortet haben. "[...] Eine Achse Peking-Washington wäre für Europa nicht ungefährlich", warnt der CDU-Experte im Gespräch mit der Zeit.

Und was macht ein gewiefter Unions-Politiker um derartige Achsenbildungen zu verhindern? Richtig, er mischt einfach mit. Koch's Lösungsvorschlag demzufolge: Es müsse deshalb "zentrales Ziel der europäischen und der deutschen Politik sein, Europa so wichtig zu machen, dass es keine Achse ohne uns geben kann." Da kann sich der friedliebende Durchschnittsmensch nur bekreuzigen, dass Koch nicht außenpolitischer Berater von US-Präsident Bush ist. Sonst hieße es heute: Die USA-Irak-Iran-Syrien-Connection gegen den Rest der Welt. Gott sei Dank führt der Bush lieber Kriege gegen Schurkenstaaten statt sich mit ihnen zu verbünden.


In diesem Sinne grüßt Sie,
Ihr Dennis Age mit seinem "Blog Alert - Web 2.0 einmal anders"



Unqualifizierte Kommentare bitte an: d.age@net-tribune.de

[HINWEIS: Bei dem vorgenannten Beitrag handelt es sich um Satire.]





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