Mit betrügerischen Immobiliengeschäften soll ein 55-jähriger Mann aus dem südhessischen Mörfelden-Walldorf verschiedene Banken um insgesamt rund zehn Millionen Euro geschädigt haben. Wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Mittwoch mitteilte, ermittelt sie gegen mehr als 60 Beschuldigte. Sie sollen an den Immobilienbetrügereien beteiligt gewesen sein.
Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ger (richtig) Neuber, erklärte, lief der Betrug stets nach der gleichen Masche ab. So habe der Hauptbeschuldigte beispielsweise ein Einfamilienhaus im Wert von 67.300 Euro gekauft. Der Bank sei neben gefälschten Lohn- und Gehaltsbescheinigungen allerdings ein Kaufvertrag über 235.000 Euro vorgelegt worden. So habe sich der Täter einen Immobilienkredit über 210.000 Euro erschlichen und davon rund 100.000 Euro in die eigene Tasche gesteckt.
Ziel des 55-Jährigen sei nicht der Erwerb von Immobilien, sondern die Beschaffung von Barmitteln gewesen, sagte Neuber. Insgesamt rund 70 mal habe die Betrugsmasche funktioniert. Der Hauptbeschuldigte sitzt seit dem vergangenen Montag in Untersuchungshaft. Sein Vermögen wurde auf Anordnung des Amtsgericht Darmstadt beschlagnahmt.
