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03. September 2008
Google stellt eigenen Internet-Browser vor


San Francisco - Der US-Suchmaschinenbetreiber Google hat nun auch eigenen Browser im Internet eingeführt und damit den Konkurrenzkampf mit Microsoft verschärft. Das frei erhältliche Programm mit der Bezeichnung «Chrome» wurde am Dienstag weltweit zum Download bereitgestellt, zunächst in einer Testversion (Beta).

«Was wir wollen ist ein facettenreiches und dynamisches Ökosystem», sagte Google-Mitgründer Sergey Brin bei der Präsentation von «Chrome» vor Journalisten. «Wir wollen mehrere Browser, die brauchbare und substanzielle Angebote sind.»

An der Wall Street stieg die Google-Aktie am Dienstag um 1,96 Dollar auf 465,25 Dollar. Hingegen verlor das Papier von Microsoft 19 Cent auf 27,10 Dollar.

Bislang hat der Internet Explorer von Microsoft einen Marktanteil von etwa 75 Prozent auf dem Browser-Markt, steht aber unter wachsendem Druck der Open-Source-Alternative Firefox, die bislang unter anderem auch von Google gefördert wurde. Geringere Anteile haben der Browser Opera, entwickelt von einer gleichnamigen Firma in Norwegen, und der Apple-Browser Safari.

Google hat schon vor einigen Jahren damit begonnen, die Popularität seiner Suchmaschine zu nutzen, um mit der Entwicklung von Internet-Anwendungen in Konkurrenz zu Microsoft zu treten. Dies reicht bis zum Angebot eigener Office-Anwendungen wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Der Versuch von Microsoft, seine Stellung auf dem Markt der Internet-Suche mit einer Übernahme von Yahoo zu verstärken, ist in diesem Jahr zunächst gescheitert.

Microsoft: Wettbewerb nimmt zu

Chrome soll nach Angaben von Google besonders gut geeignet sein für die Anzeige von dynamischen und interaktiven Inhalten. «Das Web wird mit mehr Optionen und Innovationen immer besser», erklärten die Google-Manager Sundar Pichai und Linus Upson in einem Beitrag für das Firmen-Blog. «Google Chrome ist eine weitere Option, und wir hoffen, dass es dazu beiträgt, das Web noch besser zu machen.»

Bei Microsoft sagte der für den Internet Explorer zuständige Manager Dean Hachamovitch, der Wettbewerb auf dem Browser-Markt nehme zu. Microsoft erwarte aber, dass sich sehr viele Nutzer für den neuen Internet Explorer 8 entscheiden würden. Von diesem Browser wurde in der vergangenen Woche eine zweite Testversion (Beta 2) vorgestellt.








 
 



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