Zehn Jahre nach der Flugzeugkatastrophe von Halifax ist am Dienstag an der Küste der kanadischen Provinz Nova Scotia der 229 Opfer der abgestürzten Swissair-Maschine gedacht worden. Gouverneur Rodney MacDonald erinnerte in einer Erklärung an die tragische Zeit im Spätsommer 1998 und rief zum Gebet für die Angehörigen der Opfer auf. Auf der Gedenkfeier in Bayswater wurden Blumengebinde und einzelne rote Rosen bei 229 herzförmigen Felsblöcken niedergelegt.
Die Swissair-Maschine vom Typ MD-11 war am 2. September 1998 auf dem Flug von New York nach Genf vor dem Fischerdorf Peggy"s Cove ins Meer gestürzt. Alle 229 Insassen kamen ums Leben.
Die Absturzursache konnte bis heute nicht mit letzter Sicherheit geklärt werden. Höchstwahrscheinlich löste ein Funkensprung in der Verkabelung des elektronischen Bordunterhaltungssystems oberhalb des Cockpits ein Feuer aus, das sich rasch ausbreitete und die wesentlichen Bordsysteme schnell lahmlegte. Sicher ist laut dem Schlussbericht der kanadischen Verkehrssicherheitsbehörde TSB, dass die Piloten des Unglücksflugs keine Chance hatten, die Katastrophe zu verhindern. Am Samstag findet auch in der Schweiz ein Gedenkgottesdienst statt.
