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03. Juli 2008
Fast zehn Prozent weniger Ausländer eingebürgert


Wiesbaden - Immer weniger Ausländer stellen einen Antrag auf Einbürgerung in Deutschland. Die Zahl der Einbürgerungen ist im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent gesunken, es wurden rund 113.000 Ausländer eingebürgert und damit 11.800 weniger als noch im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Mit der Einführung des neuen Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000 hatten die Einbürgerungen einen Höchststand von knapp 186.700 Personen erreicht. In den Folgejahren nahm ihre Zahl jeweils ab, lediglich unterbrochen von einer Zunahme um 6,5 Prozent im Jahr 2006, wie das Bundesamt berichtete.

Die größte Gruppe der Eingebürgerten stellten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr wie schon in den Jahren zuvor Menschen aus der Türkei mit knapp 28.900. Der Anteil an allen Einbürgerungen entsprach demnach mit 25,5 Prozent in etwa dem Anteil der türkischen Staatsangehörigen an allen in Deutschland lebenden Ausländern.

An zweiter und dritter Stelle folgen Einbürgerungen von Personen aus Serbien, Montenegro sowie dem ehemaligen Serbien und Montenegro (rund 10.500) und aus Polen (knapp 5.500). Eine starke Zunahme gegenüber dem Vorjahr ist bei den Einbürgerungen aus Rumänien (plus 154,0 Prozent) und dem Irak (plus 11,1 Prozent) zu verzeichnen, erklärten die Statistiker.






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