Die Bundesbürger bewerten ihre eigene Situation deutlich besser als die des deutschen Staates. 52 Prozent der Befragten nannten bei einer Umfrage der Universität Hohenheim im Auftrag der Allianz ihre persönliche Situation gut oder sehr gut und nur 9 Prozent schlecht oder sehr schlecht, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Auch beim Blick in die persönliche Zukunft sieht es demnach gut aus: 54 Prozent sehen sie positiv, nur 17 Prozent negativ.
Deutlich schlechter wird dagegen die Lage der Nation bewertet. Nur 19 Prozent der Befragten bezeichneten den Zustand des Staates als positiv, 36 Prozent als negativ. In die Zukunft des Landes blicken 21 Prozent optimistisch, 43 Prozent nicht. Die Werte sind die schlechtesten seit Einführung der Befragung im Oktober 2007, hieß es.
Privat besonders positiv sind die Baden-Württemberger: 63 Prozent von ihnen schätzten ihre persönliche Lage positiv ein, die Zukunft sogar 69 Prozent. Am wenigsten persönliche Zuversicht gibt es dagegen im Osten: Die Brandenburger schätzten mit 35 Prozent ihre Lage am seltensten positiv ein, die Zukunft wird in Sachsen-Anhalt mit 42 Prozent von den wenigsten Menschen rosig gesehen.
Gutes Abschneiden im europäischen Vergleich
Zumindest was die Bewertung ihrer persönlichen Situation angeht schneiden die Bundesbürger im Vergleich zu anderen europäischen Ländern gut ab. Unter den zehn Ländern, in denen Bürger für die Studie befragt wurden, landete Deutschland auf Platz drei hinter Österreich und Griechenland bei der aktuellen Lage. Bei der Einschätzung der Zukunft kamen die Bundesbürger sogar auf Platz zwei hinter Österreich. Am schlechtesten sehen der Umfrage zufolge die Portugiesen ihre Lage und Zukunft: Dort sind nur etwa halb so viele Menschen positiv eingestellt wie in Deutschland.
Bei der Lage des Landes sind die Bundesbürger auch im europäischen Vergleich deutlich negativer: Bei der aktuellen Lage landen sie nur auf Platz sechs, bei der Zukunft auf Platz fünf. Am positivsten sind hier die Österreicher und Italiener, am negativsten die Portugiesen.
Für die Studie wurden von April bis Juni 2.000 Bundesbürger, und im Mai und Juni jeweils 1.000 Bürger in Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Österreich, Portugal, Russland, Spanien und der Türkei befragt.
