Hamburg - Der Stellenabbau im Hamburger Airbus-Werk soll ohne Kündigungen vor sich gehen. «Es wird keine Entlassungen geben», sagte Airbus Deutschland-Chef, Gerhard Puttfarcken, der «Bild»-Zeitung. Das Unternehmen nutze Möglichkeiten wie Altersteilzeit, freiwillige Vertragsaufhebung und die natürliche Fluktuation, um die von der Konzernspitze geforderten rund 2.300 Stellen einzusparen. «Das wird kein Crash-Programm», sagte Puttfarcken. Die Maßnahmen sollen erst 2019 abgeschlossen sein.
Laut Puttfarcken bezieht sich die Zahl der abzubauenden Stellen nicht nur auf die 11.300 Festangestellten. Die Mitarbeiterzahl von Airbus in Hamburg umfasse darüber hinaus 4.500 Leiharbeiter und 3.500 Beschäftigte bei Fremdfirmen. «Also werden von knapp 19.300 Stellen 2.317 abgebaut», sagte der Deutschlandchef des Flugzeugbauers der «Bild».
Bereits am Wochenende hatte Airbus Deutschland erklärt, dass es keinen Arbeitsplatzabbau in der Produktion geben werde, sondern in der Verwaltung und bei Leiharbeitern. In der Administration, der Qualitätssicherung, den Finanzen, im Personal- und IT-Bereich, im Einkauf oder der Logistik könne das Unternehmen massiv besser werden und Personal einsparen, sagte der Puttfarcken. Im gesamten Konzernbereich von Airbus sollen nach dem Sanierungsplan «Power-8» europaweit 10.000 Stellen wegfallen, darunter 3.700 in Deutschland.
Die Mitarbeiter des Hamburger Airbus-Werkes beteiligten sich im Rahmen der aktuellen Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie am Donnerstag an Warnstreiks.