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Mittwoch, der 3. Januar 2007
Anlageexperte warnt vor zu hohen Fondsgebühren





Hamburg - Die deutschen Sparer machen derzeit massive Fehler bei der Geldanlage und vergeben so Chancen auf höhere Erträge. "Die Deutschen investieren nicht mehr in Aktien, sie ziehen Mittel ab", sagt der Mannheimer Finanzwissenschaftler Martin Weber, der als einer der profiliertesten deutschen Forscher auf dem Gebiet der Geldanlage gilt, der ZEIT.

"Bei der Anlageentscheidung muss man die Vergangenheit völlig außer Acht lassen", sagt er mit Blick auf den Aktiencrash vor wenigen Jahren und fügt hinzu: "Es geht nur um die Zukunft. Wenn die Kurse in der Vergangenheit gefallen sind, heißt das nichts für die Zukunft. Dasselbe gilt natürlich auch, wenn sie in den vergangenen Jahren gestiegen sind." Weber rät: "Jeder Anleger sollte je nach Risikoneigung einen gewissen Prozentsatz Aktien halten. Läuft es ein Jahr gut und erhöht sich so der Anteil der Aktien im Portefeuille, dann muss der Anleger Gewinne mitnehmen und den alten Anteil wieder herstellen".

Bei Aktien könne man erwarten, dass sie "eine positive Rendite abwerfen, weil man für das Risiko belohnt wird", sagt er. Nach Webers Ansicht reichen für den Normalbürger drei Arten von Anlageformen im Depot: Aktien, Anleihen und Immobilien. "Jede neue Asset-Klasse kostet Zeit, kostet Gebühren", sagt der Universitätsprofessor. Weber rät wegen der Gebühren ab vom Kauf von Fonds mit der Ausnahme von günstigen Indexfonds. Er spricht sich gegen die zur Zeit beliebten Zertifikate aus, denn diese Anlageform verspreche wegen des oft eingebauten Schutzes vor Verlusten weniger Rendite.



Samstag, 11. Oktober 2008







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