
02. Dezember 2008
Melamin in Hirschhornsalz aus China festgestellt
Stuttgart - Das baden-württembergische Verbraucherministerium hat in Hirschhornsalz aus China Melamin gefunden. Hirschhornsalz wird als Lebensmittelzusatzstoff für bestimmte Backwaren wie Lebkuchen verwendet, wie das Ministerium am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Eine Gesundheitsgefahr bestehe nicht. Die Behörden starteten eine Rückrufaktion der betroffenen Ware aus China. Nach dem Verzehr von mit Melamin verseuchten Milchprodukten waren dort zahlreiche Menschen erkrankt.
Laut Mitteilung wurden insgesamt 28 Proben zur Untersuchung entnommen, davon fünf aus Apotheken oder Reformhäusern, vier von Bäckern, 13 aus dem Großhandel und sechs aus dem Lebensmitteleinzelhandel. Bei sieben Proben aus fünf unterschiedlichen Chargen wurden Melamingehalte zwischen 200 und 470 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) und Sulfat-Gehalte zwischen 76 und 240 mg/kg im Ammoniumbicarbonat festgestellt, wie das Ministerium mitteilte. Dies entspreche nicht den Reinheitsanforderungen nach dem Lebensmittelrecht.

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