Anhänger der thailändischen Regierung haben am Dienstag ein Gerichtsgebäude in Bangkok besetzt. Die Verfassungsrichter wollten dort in Kürze über Vorwürfe das Wahlbetrugs und damit über das Schicksal von Ministerpräsident Somchai Wongsawat und seiner Verbündeten entscheiden. Die Beratungen mussten wegen der Protestaktion in ein anderes Gerichtsgebäude verlegt werden.
Unterdessen verschärften sich die Spannungen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung weiter. Am nationalen Flughafen von Bangkok, Don Muang, explodierte am Montagabend ein Sprengsatz inmitten hunderter Demonstranten. Nach Angaben von Rettungskräften wurde ein Mensch getötet, 22 weitere wurden verletzt. Es war der dritte derartige Anschlag innerhalb von zwei Tagen.
Die Demonstranten, die den Rücktritt der Regierung erreichen wollen, blockieren seit vergangener Woche den nationalen und den internationalen Flughafen von Bangkok. Nach offiziellen Angaben vom Montag sitzen mindestens 300.000 Touristen fest. Die Zahl der betroffenen Urlauber steigt täglich um mehrere zehntausend.
