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02. Oktober 2008
Lokführer vor Zugkollision von SMS abgelenkt


Los Angeles - Der Lokführer eines vor drei Wochen in Los Angeles verunglückten Pendlerzugs war unmittelbar vor dem Unfall mit dem Tippen einer SMS beschäftigt. Der Eisenbahner habe nur 22 Sekunden vor dem Zusammenprall mit einem Güterzug noch eine Kurzmitteilung auf dem Handy verschickt, teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB am Mittwoch nach Auswertung der Verbindungsdaten mit. Es werde geprüft, ob diese Ablenkung für das Unglück verantwortlich sei.

Der Lokführer, der zu den 25 Toten zählt, hatte ein rotes Haltesignal missachtet. Sein Zug stieß frontal mit dem auf demselben Gleis entgegenkommenden Güterzug zusammen. Rund 130 Menschen wurden verletzt. Es war das schwerste Zugunglück in den USA seit 15 Jahren.

Die Bundesbehörden ordneten für Zugführer und andere verantwortliche Mitarbeiter ein Verbot der Handynutzung in Zügen an. Kalifornien hat bereits ein entsprechendes Verbot erlassen. Der betroffene Zugführer erhielt laut NTSB eine Minute und zwanzig Sekunden vor dem Zusammenprall eine SMS und schickte etwa eine Minute später eine Antwort. Dies deute auch darauf hin, dass der Mann im Vollbesitz seiner Kräfte gewesen und nicht aufgrund eines gesundheitlichen Problems ausgefallen sei.

In der Morgenschicht verschickte der Lokführer innerhalb von zwei Stunden 24 SMS-Botschaften und erhielt 21. In der Nachmittagsschicht, in der es zur Katastrophe kam, setzte er sieben Kurzmitteilungen ab und erhielt fünf.








 
 



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