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02. September 2008
Mossad-Agenten sollen bewusst auf Festnahme Mengeles verzichtet haben


Jerusalem - Israelische Geheimdienstagenten haben nach Angaben eines Beteiligten 1960 bewusst auf eine Festnahme des berüchtigten KZ-Arztes Josef Mengele verzichtet, um die Entführung Adolf Eichmanns nicht zu gefährden. Die Agenten hätten damals auch Mengele aufgespürt, jedoch befürchtet, mit einer Festnahme die geplante Entführung des Holocaust-Organisators Eichmann aufs Spiel zu setzen, sagte ein Mitglied des damaligen Mossad-Teams, Rafi Eitan, am Dienstag.

Der 81 Jahre alte Eitan, inzwischen Kabinettsminister, äußerte sich in einem Interview der Tageszeitung «Jerusalem Post». Eichmann wurde 1960 in Buenos Aires entführt, in Israel vor Gericht gestellt und hingerichtet. Mengele, einer der meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher, flüchtete 1949 nach Argentinien und wurde 1959 Bürger von Paraguay. Der Chefarzt des Vernichtungslagers Auschwitz soll 1979 gestorben sein.








 
 



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