Nach jahrenlanger Zunahme der Betrugsfälle beim Online-Banking zeichnet sich eine Trendwende ab. «Die Daten des ersten Halbjahrs lassen erwarten, dass die Opferzahlen deutlich sinken», erklärte das Präsidiumsmitglied des Hightech-Verbandes Bitkom, Dieter Kempf, am Dienstag in Berlin. Es sei sogar eine Halbierung der Fallzahlen möglich. Die Entwicklung führte Kempf auf verbesserte Sicherheitsmaßnahmen der Wirtschaft und eine höhere Sensibilität der privaten Internetnutzer zurück.
Im vergangenen Jahr hatte das sogenannte Phishing beim Online-Banking erneut um 25 Prozent zugenommen und damit einen weiteren Rekordstand erreicht. In mehr als 4.100 angezeigten Fällen seien rund 19 Millionen Euro online von Konten gestohlen worden.
Als Phishing werden Versuche bezeichnet, über gefälschte Websites oder massenhaft verschickte E-Mails an Daten eines Internet-Nutzers zu gelangen. Die Bezeichnung setzt sich aus den englischen Wörtern password und fishing zusammen, bedeutet also etwa «nach Passwörtern angeln».
