In einer geschichtsträchtigen Region stoßen Wanderer auf die Ruinen des wahrscheinlich höchstgelegenen Bergwerks der Alpen. Das Bergwerk Platzertal geht auf das 16. Jahrhundert zurück, wie der Tourismusverband Tiroler Oberland mitteilt. Hier wurde bis in fast 3.000 Meter Höhe über dem Meer Blei, Zink, Silber und Kupfer abgebaut.
Das Tiroler Oberland hat noch mehr Zeugnisse der Geschichte zu bieten. Bereits um das Jahr 50 bauten die Römer mit der «Via Claudia Augusta» über den Reschenpass ihre Hauptverkehrs- und Handelsroute bis in die Region Augsburg. Von damals an bis ins Jahr 1854 gab es bei Alt Finstermünz eine Zollstätte. Im Mittelalter war Burg Laudegg bei Ladis und ab 1550 Schloss Sigmundsried in Ried der Sitz des «Oberen Gerichtes», das seine Befugnisse bis ins Schweizer Engadin hatte.
Die rätoromanische Kultur ist im Tiroler Oberland heute an den stattlichen rätoromanischen Dorfkernen von Nauders, Prutz und Pfunds mit den teilweise bemalten Häusern aus Bruchsteinen mit Erkern aus dem 16. Jahrhundert ablesbar.
Am Eingang der Pfundser Tschey auf circa 1.400 Meter liegt die Greiter Mühle und Säge aus dem 18. Jahrhundert. Sehenswert sind nach den Angaben des Verbandes die Mahlkammer, die alte Rauchküche sowie die Stube. In Nauders warten die Festung Nauders aus dem 1. Weltkrieg und Schloss Naudersberg mit vielen historischen Besonderheiten auf.
