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02. Juli 2008
«Viel mehr Gitarren, viel mehr Rock»


Manchester - Unterwegs mit Death Cab for Cutie ist mehr als nur eine Floskel. Leadsänger und Songwriter Ben Gibbard hat sich - wie schon andere Künstler vor ihm - von Jack Kerouacs Roman «On the Road» (»Unterwegs») inspirieren lassen: Viele Titel des neuen Albums «Narrow Stairs» entstanden in einer Hütte in Big Sur, wo Kerouac einst einen Sommer verbrachte. In Kürze kommt die Indie-Band aus Seattle nach Deutschland.

«Narrow Stairs» ist das zweite Album der Band beim Majorlabel Atlantic Records. Es landete auf Anhieb auf Platz eins der US-Billboard-Charts. Der Vorgänger, «Plans», wurde sogar über eine Million Mal verkauft und für einen Grammy nominiert.

«Ein Nummer-eins-Album zu haben, ist eine große Auszeichnung und ziemlich aufregend», sagt Gibbard. Wenn er daran denke, wie viele Leute «Narrow Stairs» schon in der ersten Woche gekauft hätten, fühle er sich «richtig gut».

Und «Narrow Stairs» könnte das beste Album werden, das Death Cab for Cutie bislang herausgebracht hat. Gitarrist Chris Walla nannte es einen «Curveball» - in Anlehnung an einen Wurftechnik beim Baseball, mit der der Schlagmann ausgetrickst werden soll

Den dynamischen und energiegeladenen Live-Auftritten der Band entspricht der Charakter von «Narrow Stairs» eher als die sanfteren Songs des Vorgängers «Plans». «Es ist schon komisch, dass unser erfolgreichstes Album zugleich das ruhigste, beschaulichste war, das wir je gemacht haben», sagt Gibbard.

Analog eingespielt

Auf der neuen Platte gebe es «viel mehr Gitarren, viel mehr Rock» und die Musik erinnere zuweilen an die frühen Schaffensphasen der Band. Das alles sei in erster Linie darauf zurückzuführen, wie die Songs eingespielt wurden, erläutert Gibbard: analog, «als ob eine Band in einem Raum spielt».

Während der Sommer-Tournee, die Death Cab for Cutie nach Europa, Japan und Australien führt, wollen die Musiker wieder das Lebensgefühl genießen, das Kerouacs Protagonisten im Roman «Unterwegs» verströmten. Zwar sei das Leben auf der Straße heute ein wenig sauberer und zivilisierter als zu Kerouacs Zeiten, räumt Gibbard ein. Aber das ändere nichts daran, dass die Erfahrungen im Grundsatz dieselbe seien. Man mache viele Arten von Bekanntschaften und realisiere, «dass die Leute wirklich gar nicht so verschieden sind».

Tourneedaten:

09.07. Köln (Live Music Hall), 11.07. Berlin (Kesselhaus) und 12.07. Hamburg (Große Freiheit)

 






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