Der britische Popsänger Boy George hat seine geplante US-Konzertreise abgesagt, weil er kein Visum bekommen hat. «Es tut mir wirklich leid, dass ich meine ganzen amerikanischen Fans in diesen Jahr nicht sehen werde», erklärte der Musiker am Dienstag. «Ich hatte eben Pech.» Grund für die Entscheidung der US-Behörden war ein anstehender Prozess in London, bei dem sich der Sänger wegen des Vorwurfs der Freiheitsberaubung verantworten muss. Die US-Tournee sollte insgesamt 25 Städte umfassen und schon am 10. Juli in Aspen, Colorado, beginnen.
«Ich hatte wirklich gehofft, dass das Problem gelöst werden könnte und ein netter Mensch bei der Visa-Behörde einsehen würde, dass - solange die britische Polizei meine Bewegungen nicht beschränkt - dies auch für die USA ausreichen sollte», teilte der Musiker mit. Die Tournee solle im nächsten Winter nachgeholt werden. Die Entscheidung der US-Einwanderungsbehörde war am vergangenen Dienstag bekanntgeworden.
George wollte unter anderem ein kostenloses Konzert beim Familientag der New Yorker Stadtreinigung im August geben. Er hatte vor zwei Jahren eine Woche lang gemeinnützige Arbeit bei der Stadtreinigung verrichtet, nachdem er sich vor Gericht schuldig befunden hatte, einen Einbruch vorgetäuscht zu haben. Die Polizisten, die von ihm in seine Wohnung in Manhattan gerufen wurden, fanden dort Kokain.
