Die Ursache des Hochhausbrandes in Erkrath bei Düsseldorf ist weiter unklar. Bei dem Feuer waren am Dienstag drei Menschen zum Teil schwer verletzt worden. In der Wohnung in der fünften Etage, in der eine Explosion oder Verpuffung den Brand auslöste, sei kein Gasanschluss genutzt worden, teilte die Feuerwehr am Mittwoch mit. Möglicherweise sei es nach einem Schwelbrand zu einer Rauchgasexplosion gekommen. Die Polizei verschob ihre Ermittlungen zur Ursache auf den (morgigen) Donnerstag.
Zwar begannen die Brandschutzexperten am Mittwoch mit den Untersuchungen, mussten diese aber wegen im Weg liegenden Schutts am Nachmittag wieder einstellen. Der Schutt könne erst weggeräumt werden, wenn er ausreichend erkaltet sei, erklärte die Polizei Mettmann. Die Bauordnungsbehörde der Stadt habe das siebenstöckige Gebäude bisher auch nicht wieder zum Bewohnen freigegeben.
Bei dem Feuer waren am Dienstag drei Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Gegen 17.00 Uhr gab es den Angaben zufolge eine Explosion oder Verpuffung im fünften Stock. Die Explosion riss laut Feuerwehr die Fenster aus den Rahmen und beschädigte massive Wände in der Wohnung stark. Danach entstand ein starker Brand, der sowohl die fünfte Etage als auch die beiden darüber liegenden schwer beschädigte. Die Feuerwehr konnte am Abend die Flammen löschen.
Eine Frau und zwei Männer erlitten Rauchgasvergiftungen und wurden über eine Drehleiter aus dem brennenden Gebäude gerettet. Die Frau musste im Krankenhaus bleiben, war aber nicht in Lebensgefahr. Die übrigen Bewohner hätten sich ins Freie retten können. Insgesamt 65 Bewohner waren in dem Haus in einer Siedlung mit mehreren ähnlichen Hochhäusern im Erkrather Stadtteil Hochdahl gemeldet.
