Lauterbach wirbt für Unterstützung der Krankenhausfinanzierung
veröffentlicht am 02.07.2008

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat um Zustimmung zu den Vorschlägen der Großen Koalition zur Krankenhausfinanzierung geworben. Es gehe darum, sowohl die finanziellen Erleichterungen als auch die angestrebten Strukturreformen in Kraft zu setzen, sagte er der «Süddeutschen Zeitung»: «Ich warne vor der kleinen Lösung nach dem Motto, das Geld nehmen wir gerne, aber die Veränderungen wollen wir nicht.»
München - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat um Zustimmung zu den Vorschlägen der Großen Koalition zur Krankenhausfinanzierung geworben. Es gehe darum, sowohl die finanziellen Erleichterungen als auch die angestrebten Strukturreformen in Kraft zu setzen, sagte er der «Süddeutschen Zeitung»: «Ich warne vor der kleinen Lösung nach dem Motto, das Geld nehmen wir gerne, aber die Veränderungen wollen wir nicht.»
Der wichtigste Teil des Papiers sei die Einführung der Einzelverträge. Derzeit gebe es im Großraum Köln 100 Kliniken, die Knieoperationen anböten. «Das ist absurd», sagte Lauterbach. Besser sei es, wenn sich Kliniken spezialisierten: «Wenn die Kassen Leistungen ausschreiben könnten, würde die Gesundheitsversorgung besser und billiger.»
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will die Länder zu höheren Investitionen für Krankenhäuser bewegen. Ein von ihr entwickeltes Eckpunkte-Papier zur Krankenhausfinanzierung sieht aber auch vor, einzelnen Krankenhäusern und Krankenkassen durch Modellversuche bis 2012 die Möglichkeit zum Abschluss von Einzelverträgen bei geeigneten planbaren Leistungen zu bieten.
(© AP)



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