Bestimmte Hirnschäden erschweren Umlernen bei Schlaganfall
veröffentlicht am 02.05.2008

Nach einem Schlaganfall können viele Patienten wieder Neues lernen. Aber das Umlernen von gewohnten Verhaltensweisen fällt ihnen dann besonders schwer, wenn bestimmte Hirnarealen geschädigt sind, wie eine Studie der Universität Bochum zeigt.
Bochum - Nach einem Schlaganfall können viele Patienten wieder Neues lernen. Aber das Umlernen von gewohnten Verhaltensweisen fällt ihnen dann besonders schwer, wenn bestimmte Hirnarealen geschädigt sind, wie eine Studie der Universität Bochum zeigt.
Die Neurologen testeten Patienten, die einen Schlaganfall erlitten und dabei Schädigungen in den sogenannten Basalganglien zurückbehalten hatten. Basalganglien sind mehrere Areale unterhalb der Großhirnrinde, die unter anderem motorische und kognitive Leistungen beeinflussen. Dabei konzentrierten sich die Mediziner auf das sogenannte belohnungsbasierte Lernen, bei dem Handlungen mit positiven Konsequenzen wie etwa Geld belohnt werden.
Zwar bestätigte die Studie die Vermutung, dass bestimmte Teile der Basalganglien mit belohnungsbasiertem Lernen in Verbindung stehen. Die Patienten hatten aber Schwierigkeiten beim Umlernen gewohnter Verhaltensweisen. Auch dafür waren offenbar die Verletzungen von Teilen der Basalganglien verantwortlich.
(© AP)



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