Boxen schädigt das Gehirn möglicherweise weniger als bislang befürchtet. Darauf deutet eine Studie der Uniklinik Heidelberg an Amateurboxern hin. Die Neurologen kontrollierten mit Hilfe der Kernspintomographie (MRT) die Sportler und eine Kontrollgruppe auf winzige Hirnschäden.
Diese Verletzungen entstehen, wenn harte Schläge auf den Kopf im Hirngewebe winzige Blutungen verursachen. Die Veränderungen sind möglicherweise Vorläufer späterer Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Demenz. Solche Punktblutungen fanden die Mediziner lediglich bei drei von 42 Boxern und bei keinem der 37 Nicht-Boxer. Dieser Unterschied sei statistisch nicht bedeutsam, erklärten die Wissenschaftler.
Eine Entwarnung könne aber erst gegeben werden, wenn umfangreichere Untersuchungen die Risiken dieser Sportart klärten. Bei den betroffenen Amateuren lagen die Veränderungen im vorderen Großhirn, auf das die Schläge besonders einwirken. In einer Folgestudie wollen die Forscher nun professionelle Boxer untersuchen.
