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02. Februar 2009
Bezirksregierung verbietet Quiz-Spiel um Villa
Düsseldorf - Der Traum von einer malerischen Villa für 29,90 Euro scheint vorerst geplatzt: Die Bezirksregierung Düsseldorf geht gegen ein Internet-Quiz vor, bei dem es ein Luxus-Eigenheim in Witten zu gewinnen gibt. Die Behörde erklärte am Montag, es handele sich um ein unerlaubtes Glücksspiel. Auf der Internet-Seite gelangt man gegen den Kauf einer Teilnahmeberechtigung für 29,90 Euro zu einem Quiz in drei Etappen, bei dem der schnellste Teilnehmer das Haus bekommen soll.
Die Bezirksregierung erklärte, für den Erwerb einer Gewinnchance werde ein Entgelt verlangt, und die Entscheidung über den Gewinn hänge ganz oder überwiegend vom Zufall ab. Der Veranstalter weist dagegen darauf hin, dass «an dieser Stelle kein Glücksspiel und keine Verlosung stattfindet». Das Gewinnspiel sei in Deutschland zulässig, weil es durch Wissen und Geschicklichkeit entschieden werde: «Es findet kein Griff in die Lostrommel statt.»
Dies sieht die Behörde jedoch anders: Ein Geschicklichkeitsspiel liege vor, wenn die Entscheidung über Gewinn oder Verlust von den geistigen und körperlichen Fertigkeiten des Spielers und nicht vom Zufall bestimmt werde. Der Veranstalter erwähne aber selbst die Möglichkeit «technisch begründeter Übertragungsverzögerungen». Dass andererseits der schnellste Spieler den Hauptpreis gewinne, zeige, dass eben nicht die Fertigkeiten des Spielers, sondern letztlich «die technischen Unwägbarkeiten» den Ausschlag gäben.
Die Bezirksregierung hat den Veranstalter nach eigenen Angaben aufgefordert, sich zu der Sache zu äußern. Ein Behördensprecher sagte, wenn er dabei darlegen könne, dass es sich doch um einen an der Leistung gemessenen Wettbewerb handele, dürfe er sein Quiz veranstalten.
Anwesen bisher nicht zum gewünschten Preis veräußert
Der Veranstalter griff zu der ungewöhnlichen Methode, weil er sein 12.000 Quadratmeter großes Anwesen bislang nicht zum gewünschten Preis veräußern konnte. Der 67-Jährige lebt nach einem Bericht der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» seit mehr als 30 Jahren in der Villa, die ihm inzwischen zu groß geworden ist. Deswegen habe er die Quiz-Idee entwickelt.
In jeder Spielrunde werden den Teilnehmern dabei fünf Fragen mit je drei Antwortmöglichkeiten gestellt. Pro Runde haben die Spieler 15 Minuten zur Beantwortung der Fragen - wer dies in den ersten beiden Runden schafft, erhält die Freischaltung zur jeweils nächsten Runde. In der dritten Runde wird dann die Zeit gemessen: Wer die Fragen am schnellsten beantwortet, gewinnt die Villa, die nach Veranstalterangaben 1,2 Millionen Euro wert ist.
Der 67-Jährige ist nicht der erste, der auf diesem Weg sein Haus verkaufen will - in der jüngeren Vergangenheit kam mancher Hausbesitzer auf die gleiche Idee. Kürzlich verloste eine Frau in Österreich eine luxuriöse 400-Quadratmeter-Villa, indem sie 9.999 Lose für je 99 Euro über das Internet verkaufte. Interessenten meldeten sich nach ihren Angaben sogar aus den USA und Brasilien.

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