Anlässlich des neuen Studienanfänger-Rekords hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ihre Forderungen nach mehr Geld für den Ausbau deutscher Universitäten bekräftigt. Für die dringendsten Maßnahmen seien bis 2020 im Durchschnitt drei Milliarden Euro pro Jahr nötig, forderte HRK-Präsidentin Margret Wintermantel am Montag. Dieser Mehrbedarf müsse den laufenden Verhandlungen zur Fortsetzung des Hochschulpakts zugrundegelegt werden.
«Die Hochschulen spannen alle Kräfte an, trotz schlechter finanzieller Rahmenbedingungen so vielen jungen Menschen wie möglich eine Chance zum erfolgreichen Studieren zu geben», erklärte Wintermantel. Hierfür müssten sie aber unbedingt mehr Lehrpersonal einstellen, die Studienberatung verbessern und auch bauliche Missstände beseitigen können.
Bislang hätten sich die Universitäten nicht gut auf den Ansturm vorbereiten können. Die Politik rechne die Aufgaben und damit die notwendigen Investitionen in die Hochschulen klein, kritisierte die HRK-Präsidentin.
Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, haben fast 40 Prozent eines Geburtsjahrgangs und damit so viele junge Leute einer Altersgruppe wie noch nie zuvor in diesem Jahr ein Studium angefangen. Nach vorläufigen Ergebnissen immatrikulierten sich in diesem Jahr 385.500 Erstsemester - sieben Prozent mehr als 2007.
