Die Deutsche Bahn hat erstmals einen 1.000 Meter langen Güterzug erprobt. Sie verspricht sich von dieser Verlängerung um ein Drittel unter anderem mehr Platz für zusätzliche Züge, wie der Konzern am Montag in Berlin mitteilte. Das könnte vor allem auf den überfüllten Routen im Hafen-Hinterlandverkehr wichtig werden.
Der erste kilometerlange Zug fuhr demnach am Wochenende gemeinsam mit dem niederländischen Infrastrukturbetreiber KeyRail zwischen Oberhausen und Rotterdam. Das Projekt «GZ1000» wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert, das sich eine effektivere Auslastung des Schienennetzes davon verspricht.
Der Betrieb der Deutschen Bahn ist derzeit auf eine maximale Zuglänge von 750 Metern ausgelegt. Im Frühjahr fuhren schon Testzüge bis 835 Meter Länge zwischen Hamburg und Dänemark.
Die Betuweroute, auf der der 1.000-Meter-Zug gefahren wurde, ist die erste Eisenbahnlinie der Niederlande, die ausschließlich für den Güterverkehr bestimmt ist. Sie biete als Hinterlandanbindung der niederländischen Seehäfen «optimale Voraussetzungen für die langen Güterzüge», schrieb die Bahn AG.
