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01. August 2008
Nach letzten heftigen Unwettern folgt ruhiges Sommerwetter


Frankfurt - Nach einem letzten Tag mit Unwettern über ganz Deutschland steht ab Samstag endlich wieder «normales» Sommerwetter an. Nach weiteren Gewittern am Donnerstag wird am Freitag voraussichtlich eine vorerst letzte Unwetterfront von West nach Ost ziehen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Dann soll es mit unerträglicher Schwüle, Starkregen und Hagel erst einmal wieder vorbei sein: Mittelfristig gibt es angenehmere Temperaturen und höchstens «normale» Gewitter.

In der Nacht zum Donnerstag und im Tagesverlauf entluden sich erneut schwere Unwetter über Teile Deutschlands. Besonders betroffen waren Rheinland-Pfalz, das südliche Hessen, Baden-Württemberg und Nordbayern. Im Metzingen am Rand der Schwäbischen Alb wurden mehrere Straßen unterspült. Gas- und Wasserleitungen wurden freigelegt und Autos mitgerissen, wie die Reutlinger Polizei mitteilte.

Stark betroffen war auch Rheinland-Pfalz, wo es bei witterungsbedingten Unfällen sechs Verletzte gab und örtlich mehr als 70 Liter Regen pro Quadratmeter fielen. Bei Kaiserslautern kamen vier Menschen zu Schaden, als ihr Auto nach heftigem Regen von der Straße abkam, eine Böschung hochrutschte und gegen eine Wand prallte. In Bad Sobernheim bei Mainz schlug am Mittwochabend ein Blitz in einen Baum, der dann auf eine Stromleitung stürzte. In mehreren Gemeinden kam es zu Stromausfällen, die teilweise bis in die Morgenstunden andauerten. Im weiteren Tagesverlauf waren laut DWD vor allem das nördliche Bayern und Nordosthessen von Unwettern betroffen, am Abend drohten auch in Thüringen und Sachsen schwere Gewitter.

Im Osten und Südosten «Superzellen» möglich

Am Freitag soll dann höchstens der äußerste Osten von Unwettern verschont bleiben - eventuell kracht es aber auch dort. Im Osten soll es am Vormittag noch schön bleiben, während sich im Westen bereits die ersten Unwetter entladen sollen, die dann weiter Richtung Osten ziehen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 25 Grad in der Eifel und 34 Grad in der Lausitz.

Im Osten und Südosten können sogar Tornados entstehen. Die extrem hohen Temperaturunterschiede ermöglichten sogenannte Superzellen mit extrem hohen Windgeschwindigkeiten, sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst der AP. «Von Westen her rückt eine Kaltfront heran, während von Brandenburg über Sachsen bis Bayern noch Temperaturen bis 34 Grad herrschen», sagte der Experte. In diesem Bereich könnten die Gewitter «geradezu explodieren».

Ein Tornado entsteht bei extremen Temperaturunterschieden in der Luft, die kräftige Druckunterschiede erzeugen. Am Rand eines Tornado-Rüssels werden Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Stundenkilometern erreicht. Tornados hinterlassen oft einen Streifen der Verwüstung mit mehreren Kilometern Länge.

Ab Samstag angenehmes Sommerwetter

Ab Samstag zieht dann laut DWD wettermäßig wieder Ruhe über Deutschland ein. Es kann zwar weiterhin immer mal wieder regnen oder auch gewittern, aber mit den heftigen Unwettern soll es mittelfristig erst einmal vorbei sein. Bei Temperaturen zwischen 23 und 28 Grad soll es angenehmer und nicht mehr so schwül-heiß sein.






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