Im Hamburger Tierpark Hagenbeck ist ein Orang-Utan ertrunken. Das zehnjährige Affenweibchen Leila fiel am Mittwochnachmittag in den Wassergraben des Tiergeheges, als sie ein Brötchen herausfischen wollte, wie Cheftierpfeger Walter Wolters am Donnerstag erklärte. Ein unbekannter Besucher habe das Brötchen in das Gehege geworfen, obwohl das Füttern der Tiere ausdrücklich verboten ist.
Besucher des Zoos beobachteten laut Wolters, wie das Brötchen in den Wassergraben flog, aber keiner hatte den Werfer gesehen. Leila habe bei dem Sturz wohl in Schockatmung Wasser in die Lunge bekommen und sei sofort untergegangen. Die wenige Minuten später eintreffenden Tierpfleger konnten den Menschenaffen nur noch tot bergen.
«Alles ging blitzschnell», sagte Wolters und fügte hinzu: «Das ist das erste Mal in der 101-jährigen Geschichte des Parks, dass hier ein Tier ertrunken ist.» Der Tierpark habe nun noch größere Schilder aufgestellt, die auf die Gefahr des Fütterns hinweisen.
