Die Internationale Funkausstellung (IFA) vergrößert sich: Erstmals werden in diesem Jahr neben der Unterhaltungselektronik auch Elektrohausgeräte gezeigt. Der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke, sprach am Donnerstag in Berlin von einem «echten Zugewinn». Aus dem Stand schaffe es die IFA, sofort die weltweit größte Messe für elektrische Haushaltsgeräte zu werden.
Die Funkausstellung, die von 29. August bis zum 3. September in den Hallen unter dem Berliner Funkturm stattfindet, soll noch attraktiver werden als ihre Vorgängerinnen, wünscht sich die Messeleitung. Die Ausstellungsfläche wurde 2008 um 11.000 Quadratmeter vergrößert und die Zahl der Messehallen auf 30 erhöht. Zu den Stars auf der internationalen Leitmesse gehören neben Roland Kaiser unter anderen auch Silbermond, Juli, Adel Tawil von Ich+Ich sowie 2raumwohnung.
Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), erklärte, der Markt für Unterhaltungselektronik wachse in diesem Jahr voraussichtlich um zwei Prozent. Die Verbraucher legten immer mehr Wert auf Qualität und seien sehr markenorientiert. Der Bundesbürger gebe inzwischen im Schnitt 834 Euro für seinen Fernseher aus, acht bis zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
Stand-by-Schaltung frisst weniger Strom
Besonders gut läuft laut Hecker die Nachfrage nach Fernsehern mit einem Flachbildschirm. Aber noch immer stünden in 75 Prozent der Haushalte die alten Röhrengeräte. Wer einen neuen Fernseher kauft, will meist einen größeren Bildschirm als bisher. Europaweit macht die Branche inzwischen mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes mit Geräten, die eine Bildschirmdiagonale von mehr als 37 Zoll (94 Zentimeter) haben.
Der Absatz von Flachfernsehern sei in diesem Jahr nach der Stückzahl gerechnet um 21 Prozent und nach dem Wert gerechnet um knapp zehn Prozent gestiegen, sagte Hecker. Das hochauflösende Fernsehen (HDTV) werde «eine ganz entscheidende treibende Kraft sein», erklärte er. Aber auch die Energieeffizienz achteten die Kunden immer mehr. Beispielsweise sei es gelungen, den Energie-Verbrauch der Stand-by-Schaltung in den vergangenen fünf Jahren auf ein Sechstel zu vermindern.
