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01. Juli 2008
«Alone in the Dark» im Central Park


Frankfurt - Gefahr liegt in der Luft, in menschlicher und übermenschlicher Gestalt. «Sie sagen, der Central Park ist für die Menschen da, aber sie lügen.» Mit diesen Worten beginnt der fünfte Teil von «Alone in the Dark». Denn die grüne Lunge der Metropole New York verbirgt ein blutrünstiges Geheimnis. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Edward Carnby, der in einer apokalyptischen Nacht versuchen muss, alleine im Central Park zu überleben und dem Geheimnis auf den Grund zu gehen.

Das Spiel erinnert an die Inszenierung bekannter Fernsehserien mit viel Action. «Alone in the Dark» ist in acht Kapitel unterteilt und erzählt die Geschichte einer Nacht. Beim Laden eines Spielstandes gibt es ein kurzes Intro frei nach dem Motto: Was geschah bisher? So vorbereitet geht es in die nächsten Kämpfe und zu kniffligen Rätseln. Dabei helfen die vielen Gegenstände, die überall herumliegen.

Das Inventar unseres Helden steckt in den Innenseiten seiner Jackentaschen. Nach dem Öffnen blickt er an sich herab und kann zwischen Medizin, Batterien und anderen nützlichen Dingen wählen. Allerdings ist der Platz arg begrenzt und das zwingt zu vorausschauender Auswahl. Die Objekte können dynamisch in Echtzeit verwendet werden.

Der Kampf ums Überleben hängt vom Spieler ab, der verschiedene Dinge kombiniert und lernt, diese in seinem Kampf ums Überleben bestmöglich einzusetzen. Elektrische Kabel, Feuer oder Fahrzeuge sind Hilfen, um das Ende des Spiels zu erreichen. Ein Feuerlöscher besiegt nicht nur die Flammen im Treppenhaus, mit ihm lassen sich auch verschlossene Türen einschlagen.

Ein wichtiges Mittel im Kampf gegen die überall lauernden Zombies ist das Feuer. Schnell wird aus einer Flasche und einem Lappen ein Molotowcocktail. Auch mit angelegten Brandfallen und brennenden Geschossen lassen sich die Untoten erfolgreich bekämpfen.

Cthulhu-Mythos mit unaussprechlichen Monstern

Der erste Teil von «Alone in the Dark» wurde 1992 vom französischen Unternehmen Infogrames veröffentlicht. Die Geschichte der Reihe beruht auf dem von H. P. Lovecraft ersonnenen Cthulhu-Mythos. Dort treffen die Akteure auf unaussprechliche, für den gesunden Geist nicht erfassbare Monster. Die Umsetzung der grafischen Darstellung war damals technisch völlig neu. Anders als bei den meisten Action-Adventures wurden die spielrelevanten beweglichen Objekte vollständig als 3D-Objekte gestaltet. Mit der innovativen Grafik und der Angst einflößenden Atmosphäre wurde «Alone in the Dark» zu einem Klassiker. Viele andere Spiele versuchten, das Prinzip mehr oder weniger erfolgreich zu kopieren. Bis 1994 erschienen jedes Jahr neue Folgen, bevor nach sechs Jahren Pause der vierte Teil «The New Nightmare» veröffentlicht wurde.

In dem jetzt erschienen fünften Teil sind die Aufgaben mitunter sehr schwierig ausgefallen. Die Kletterpartie im Fahrstuhlschacht endet bei den ersten Versuchen mit einem tödlichen Sturz. Da helfen nur Ausprobieren und der mehrfache Neustart. Das Speichersystem kennt allerdings nur ungenaue Speicherpunkte. Nach seinem Tod kommt Edward Carnby an einem früheren Zeitpunkt wieder ins Spiel und muss bereits gelöste Aufgaben noch mal bestreiten.

Die Atmosphäre stimmt, aber der Schwierigkeitsgrad ist unausgewogen und die Steuerung über Tastatur oder mit einem Gamepad macht auch nicht immer Freude. Das trübt leider das Vergnügen. Für Freunde gruseliger Action ist «Alone in the Dark» dennoch Pflicht und sorgt für so manche Gänsehaut.

Das Spiel läuft unter Windows (ab XP) mit einem Prozessor ab 3,2 GHz, einem GB Arbeitsspeicher und einer 3D-Grafikkarte mit 256 MB. «Alone in the Dark 5» ist im Vertrieb von Atari erschienen und kostet rund 40 Euro. Das Spiel hat keine Jugendfreigabe erhalten.

 






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