El-Kaida dementiert Tod von El-Masri
veröffentlicht am 01.05.2007

Die Terrortruppe El-Kaida im Irak hat am Dienstag Gerüchte über den Tod ihres Anführers zurückgewiesen. Abu Ajjub al Masri lebe und sei in Sicherheit, hieß es in einer im Internet verbreiteten Erklärung. Zuvor hatte es in unbestätigten Berichten geheißen, Al Masri sei bei Kämpfen mit sunnitischen Stammesangehörigen getötet worden.
Bagdad - Die Terrortruppe El-Kaida im Irak hat am Dienstag Gerüchte über den Tod ihres Anführers zurückgewiesen. Abu Ajjub al Masri lebe und sei in Sicherheit, hieß es in einer im Internet verbreiteten Erklärung. Zuvor hatte es in unbestätigten Berichten geheißen, Al Masri sei bei Kämpfen mit sunnitischen Stammesangehörigen getötet worden.
Entsprechende Informationen würden überprüft, sagte ein irakischer Regierungssprecher. Auch die US-Streitkräfte bestätigten Al Masris Tod zunächst nicht. Der Ägypter hatte im Juni vergangenen Jahres die Führung von Al Kaida im Irak übernommen, nachdem sein Vorgänger Abu Mussab al Sarkawi bei einem US-Luftangriff getötet worden war.
Der stellvertretende irakische Ministerpräsident Barham Saleh sagte der Nachrichtenagentur AP, den vorliegenden Informationen zufolge sei El Masri - auch bekannt als Abu Hamsa al Muhadscher - möglicherweise am Montag in der Gegend von Tadschi getötet worden. An dem Gefecht seien mehrere Gruppen Aufständischer beteiligt gewesen, «vermutlich auch einige der Stammesleute, die Probleme mit Al Kaida haben».
US-Militärsprecher Christopher Garver wies darauf hin, dass sich derartige Gerüchte in der Vergangenheit stets als falsch herausgestellt hätten. Die irakischen Behörden seien bemüht, die Leiche zu identifizieren, sagte Regierungssprecher Ali al Dabbagh in Bagdad.
Bei Anschlägen und Überfällen wurden erneut Dutzende Menschen getötet. Allein bei einem Selbstmordanschlag auf eine Trauergesellschaft nördlich von Bagdad kamen mindestens 32 Menschen ums Leben. Mehr als 60 weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt, als sich der Attentäter am Montag während einer Beerdigung in der überwiegend von Schiiten bewohnten Stadt Chalis in die Luft sprengte. Auf den Straßen von Bagdad Richtung Süden erschossen Bewaffnete am Dienstag 14 Reisende.
Bei der Irak-Konferenz am Donnerstag und Freitag in Ägypten will Kairo eine dreimonatige Waffenruhe zwischen den irakischen Sicherheitskräften und den Aufständischen vorschlagen. Das geht aus einem Entwurf der Abschlusserklärung hervor, der der Nachrichtenagentur AP vorliegt. An dem Treffen in Scharm el Scheich nehmen alle Nachbarländer des Iraks teil, auch der Iran.
Bush bekräftigt Veto gegen Abzugstermin aus Irak
Der Wiederaufbau des Iraks ist laut einem US-Bericht wegen anhaltender Gewalt und Korruption auf absehbare Zeit nicht von den Irakern allein zu bewältigen. Insbesondere die Sicherheitslage sei prekär, heißt es in dem 210-seitigen Bericht des Generalinspekteurs für den Wiederaufbau im Irak, der am Montag in Washington veröffentlicht wurde. Die irakische Regierung übernehme zwar eine größere finanzielle Last, dennoch werde die Unterstützung durch die USA auf absehbare Zeit «relativ robust» bleiben.
US-Präsident George W. Bush hält an seinem Veto gegen einen Termin für den Abzug aus dem Irak fest, bemüht sich aber um einen Kompromiss mit den Demokraten zur Finanzierung der Kriegseinsätze im Irak und in Afghanistan. Aus Kongresskreisen verlautete, Bush werde sein Veto wohl am Mittwoch einlegen. Danach sei er bereit, einen neuen Entwurf auszuhandeln, sagte Bush am Montag. Die Demokraten hatten in der vorigen Woche mit ihrer Mehrheit in beiden Parlamentskammern ein Gesetz verabschiedet, das die Finanzierung der Kriege mit einem Rückzugstermin für die US-Truppen aus dem Irak verknüpft.
(© AP)



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